Laurie Penny im Gespräch:
„Vollkornmüsli gegen Existenzangst“

pennywise

Der kapitalistische Individualisierungsdruck führt uns in die Sackgasse und schadet vor allem Frauen, sagt die britische Autorin Laurie Penny. Warum der herkömmliche Feminismus zu kurz greift und sie sich nur noch ungern mit Männerproblemem abgibt, erzählt sie im Interview.

In der neuen Ausgabe des KULTURAUSTAUSCH  /  zum Interview

Ich und alle anderen / Zeitschrift
KULTURAUSTAUSCH (IV/2016)

Jeder will ein selbstbestimmtes Leben führen. Gleichzeitig sind wir soziale Wesen, brauchen andere Menschen und möchten Gemeinschaften angehören. In der neuen KULTURAUSTAUSCH-Ausgabe geht es darum, wie der Wunsch nach Individualität mit dem nach Zugehörigkschafeit zusammengeht. Der indische Autor Pankaj Mishra spricht im Interview über die Grenzen der Autonomie. Was Freiheit mit Sexualität zu tun hat, beobachtet die britisch-ägyptische Journalistin Shereen El Feki. Die Feministin Laurie Penny kritisiert den modernen Selbstoptimierungswahn, Politologe Jan-Werner Müller untersucht die neue populistische Anziehungskraft.

Außerdem im Heft: Saba Khalid berichtet aus Pakistan über den Ehrenmord an Social-Media-Star Qandeel Baloch. Nilufer und Saira Rahman erzählen von einer Moschee in der Arktis …

zum Heft / jetzt bestellen

Stimmen von der Straße

Auch Obdachlose dürfen wählen, so ließ es die Berliner Wahlleitung kürzlich per Pressemitteilung verlauten. Doch wie viele der mindestens 11.000 wohnungslosen Berlinern wissen darüber überhaupt Bescheid? Und wen interessiert das Wahlrecht, wenn sich das alltägliche Leben um viel existenziellere Fragen dreht?

Ein Artikel für das NEUE DEUTSCHLAND  / zum Text

Darya Safai im Gespräch:
„Frauen im Abseits“

daryawise

Warum sie auf Kinderfotos nie lacht, wie sie aus dem belgischen Exil gegen das Stadionverbot für iranische Frauen kämpft und weshalb sie bei den Olympischen Spielen von Soldaten un Sicherheitspersonal umzingelt wurde, erzählt die in Teheran geborene Frauenrechtlerin Darya Safai.

Ein Gespräch für QANTARA /  zum Interview

Exil in der Wüste

Im Al Zaatari Flüchtlingscamp im Norden Jordaniens harren mehr als 80.000 Syrerinnen und Syrer aus. Ein Gespräch mit UN-Koordinator Gavin White über gescheiterte EU-Politik, die Vorhersehbarkeit der „Flüchtlingskrise“ und das Leben mit der Hoffnungslosigkeit / zum Interview

Ranga Yogeshwar im Gespräch:
„Staats- statt Flüchtlingskrise!“

pennywise

Ob der momentanen Situation in Deutschland darf man wütend sein, sagt Journalist Ranga Yogeshwar, aber dann doch bitte auf die Politik und nicht auf Einwanderer. Warum er die sogenannte Flüchtlingskrise nicht als solche wahrnimmt und was man bei Integrationsfragen von Wikipedia lernen könnte.

Ein Gespräch im neuen KULTURAUSTAUSCH  /  zum Interview

Neuland / Zeitschrift
KULTURAUSTAUSCH (II/2016)

Grenzen werden geschlossen, Fluchtrouten blockiert. Weltweit sind sechzig Millionen Menschen auf der Flucht. In der neuen Ausgabe „Neuland – Ein Heft über Flucht und Heimat“ denken Autoren aus aller Welt für den KULTURAUSTAUSCH über Migration, Nationalstaatskrisen und Heimatgefühle nach. Die israelische Soziologin Eva Illouz diagnostiziert: „Das ferne Elend ist zu Hause angekommen“; der deutsche Migrationsforscher Mark Terkessidis fordert einen Umbau staatlicher Institutionen; der US-amerikanische Politologe Benjamin R. Barber betont die Gestaltungskraft der Städte; der eritreische Handwerker Abraham Haile beschreibt kleine Veränderungen in seiner Heimat … zum Heft

Ein Dorf denkt um

Im Sommer 2015 werden im Brandenburger Kittlitz 130 Geflüchtete in einer ehemaligen Förderschule untergebracht. Das schlägt hohe Wellen: Vor allem, weil in dem Dorf selbst nur rund 100 Menschen leben. Zu dem Thema befragt äußern sich viele KittlitzerInnen skeptisch, befürchten Überfremdung und Kriminalität. Doch zwölf Monate später ist das alles fast vergessen.

Ein Bericht für die ZDF heute-Nachrichten:

Harald Welzer im Gespräch:
„Ein Fünftel Deutschlands ist immer
latent fremdenfeindlich“

welzerwise

 

Ströme, Wellen, Fluten: Reden wir über Geflüchtete dann greifen wir oft zu apokalyptischen Worten. Wie wär’s Mal mit Positivdenken, fragt Soziologe und Zukunftsforscher Harald Welzer im ZDF-Interview bei heute+.

 

Ein Club für Abdihafid

Somalia, Sudan, Libyen, Deutschland – auf seiner Flucht nach Europa sah der 20-jährige Abdihafid viele seiner Freunde sterben. Er hat überlebt und wohnt jetzt im Wohnheim Nuthetal in Potsdam. Doch der Alltag dort ist grau, als „Geduldeter“ darf er in Deutschland nicht arbeiten. Da kommt der „Welcome United 03“ gerade Recht.  Mit der Gründung dieses Flüchtlingsfußballteams setzt der SV Babelsberg ein Zeichen für Integration und Willkommenskultur.

Ein Bericht für heute – in Deutschland (ZDF):